/ Lissabon

Alfama und das Oceanário

Heute fahren wir Tram. Dazu stehen wir extra-zeitig auf, noch nicht einmal die Sonne ist aufgegangen. Dafür sind die Temperaturen angenehm und nur die Berufstätigen sind unterwegs.

Komplett ohne Frühstück - nur ein paar leckere Pasties, die wir uns gestern noch in einer kleinen Patisserie geholt haben, liegen in unserem Rucksack - machen wir uns auf den Weg zur Haltestelle. So muss es in Lissabon zugegangen sein, als es noch weniger touristisch zugegangen ist.
An der Haltestelle sind wir die einzigen Touristen - zumindest erkennbar. Die Bahn kommt und wir können uns einen Sitzplatz ergattern. Die Fahrt geht durch geschäftige Teile Lissabons ebenso, wie durch touristisch sehenswerte, welche um diese Zeit seltsam leer erscheinen. Im Sonnenaufgang geniesen wir den Anblick der schönen Stadt.

Lissabon bei Sonnenaufgang

An der Endstation unserer Tram befindet sich praktischerweise der Friedhof von Lissabon, den zu besuchen keine schlechte Idee ist, denken wir. Allerdings ist es noch vor neun - der Friedhof ist noch geschlossen. Wir beschließen, die paar Minuten zu warten und setzen uns in ein kleines Café-Haus nahe der Endhaltestelle und holen unser Frühstück mit Kaffee und Gebäck nach. Als es neun Uhr läutet, sind wir die ersten, die den Friedhof betreten, der so ganz anders ist, als man sie bei uns gewohnt ist. Es gibt kaum Gräber, dafür unzählige Gruften, in denen die Särge zur Ruhe gebettet sind.

Gruftstraße

Ein weiteres Highlight des Tages soll der Besuch des Oceanariums werden, zu dem ich Evelyn nach langen Hin- und Her doch überreden konnte (und in dem ich sie einlud).
Zwar ist der Andrang hier - wie erwartet - sehr groß, doch das riesige Aquarium in der Mitte, das einem während des Besuches immer wieder aus einer anderen Perspektive begegnet, und die zahlreichen interessanten Biome und deren Lebewesen, die einem hier vorgestellt werden, ist einen Besuch allemal wert.

Aquarium im Oceanarium

Unser Wunsch, zu Abend auswärts zu essen, führt uns in ein unscheinbares Lokal, welches wir zufällig erspähen, als das eigentlich Auserkorene aus Mangel an Plätzen für uns nicht mehr in Frage kommt. Hier werden wir schnell an den Tisch gebeten und unsere Bestellung aufgenommen. Da das Meiste auf der Karte nicht verfügbar ist, hält sich die Auswahl in Grenzen, und Evelyn kann sogar mit dem Finger auf den Fisch deuten, der ihr Mahl ausmachen soll. Die Lebhaftigkeit in diesem Lokal versprüht ein besonderes Flair, in dem wir uns angenehm wohl fühlen.

A Penalva da Graca

Alfama und das Oceanário
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