/ Indien

Meine letzten Tage in Arambol

Mein letzter Eintrag ist nun schon einige Zeit her, aber um sämtliche schlimmen Befürchtungen zu zerstreuen sage ich euch: Es geht mir immer noch sehr gut. Jedoch war Robert zu Besuch und da fällt es leicht, sich nicht im Internetcafe festzusetzen. Außerdem haben wir zwei Yogakurse hinter uns, die uns ordentlich auf Trap gehalten haben und - wie erwartet - sowohl für Körper, als auch für Geist eine Bereicherung war. Die Vormittage waren somit die letzten zwei Wochen verplant und die Nachmittage haben wir hauptsächlich damit zugebracht Frisbee zu spielen, Baden zu gehen, Kaffee zu trinken, zu shoppen und diverse Restaurants auszuprobieren. Wir waren sogar mal in Mapusa, allerdings nicht zum Freitagsmarkt, der immer was besonderes sein soll... Ich werde es in zwei Tagen erleben.

Gestern hat sich Robert von mir verabschiedet und ist nach Hause geflogen. Somit bin ich wieder alleine, mache aber weiter meine Yoga-Selbstpraxis. Ich habe es heute sogar selbst geschafft, um acht im Zentrum zu sein. Ansonsten werde ich versuchen mein kläglich vernachlässigtes Reisetagebuch nachzutragen und soweit alles für meinen zweiten Urlaubsabschnitt vorbereiten: Hampi und Umgebung warten darauf von mir erklommen zu werden. Mittlerweile habe ich auch noch zwei Spanier kennengelernt, die nächste Woche auch nach Hampi kommen und somit ergibt sich hoffentlich eine nette Bouldergemeinschaft. Ich hatte schon Befürchtungen....
Am Freitag geht es dann nach Hampi; widerwillig mit dem Bus, doch die Züge sind auf sechs(!) Wochen im Voraus ausgebucht. Abfahrt ist Mapusa, wo ich mir dann mal den legendären Friday Market geben werde und am Samstag früh - so denn alles klappt - bin ich in Hampi. Mein nächster Eintrag folgt dann von dort, Doch vorher noch ein paar Fotos von hier.

Arambol Beach

Sonnenuntergang am Strand

P.S.: Für alle, die so kleine Kuriositäten interessieren:
Auf der Fahrt nach Mapusa, hat sich einer neben mich gesetzt, der wohl kurz vorher "auf dem Klo" war. Jedenfalls war sein Gewand nich mehr ganz sauber. Und meins nach der Busfahrt auch nich mehr.

Letztens fuhr bei uns ein Scooter mit zwei Zwieträchtigen Gestalten und zwei Hunden an Leinen vor. Hunde haben hier normalerweise keine Leinen. Sie gingen los und einige Zeit später hörten wir im Dorf großes Gezeder und Hundegebell. Ed meinte, die Justiz wird hier anders gehandhabt.

Als ich vom aus dem Hinterdorf kam, um mir meine SIM-Karte zu kaufen, hab ich mitbekommen, wie Inder einen Russen verprügelt haben, weil der mit dem ausgeliehenen Scooter einen Unfall hatte und den Schaden nicht bezahlen wollte.

In Arpora waren wir auf dem Saturday-Night-Market, ein Spektakel vergleichbar mit dem Leipziger Weihnachtsmarkt³, wo alle möglichen Sachen, hauptsächlich Klamotten und Souveniers angeboten werden. Dieser findet jeden Samstag statt und die ansässigen Inder nutzen den Markt als Schauspiel auf ihre Weise: Die Parkplatzsituation ist - gelinde gesagt - überdenkenswürdig. Geschweigedenn der Ausbau des Zubringers, eine Straße, so breit wie eine kleine Nebenstraße in deutschen Dörfern, nur mit mehr Löschern. Die Inder machen es sich auf einer höher liegenden Tempelanlage gemütlich und betrachten das langsam entstehende Chaos, wenn sich Autos stauen, Scooter rechts und links an ihnen vorbeifahren, die Gegenspur verstopfen, weil sie nicht mehr einscheren können und Busse aus der Gegenrichtung nicht mehr vorbeikommen. Lautes Gröhlen und Gelächter ist zu hören, wenn mal wieder einer nicht einschert und den so schon zähen Verkehrsfluss zum Erliegen bringt.

Meine letzten Tage in Arambol
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